LÖWEN AUS DER FLANDERSBACH

Only Ju, Anna, Cosy, Hummel & Loki


Um das was wir mit dieser Krankheit erlebt haben dazustellen haben wir noch einmal alles aufgeschrieben:

 

Anfang Dezember sind Kio und Ju in das neue Haus meines Sohnes und seiner Frau umgezogen. Tagsüber waren beide Hunde, wie immer bei mir. Ende Dezember stellten wir fest, dass Kio ca. 10 kg abgenommen hatte. Dies viel mir besonders ins Auge, weil Kio abgehaart war und ich auf einmal die Rippen beim durchkrabbeln fühlen konnte.

Sein Normalgewicht lag immer um die 75- 76 kg,bei einer Größe von ca. 80 cm. (Laut Körmaß maß er nur 76 cm)

Beim wiegen beim Tierarzt hatte er nur noch 66 kg.

Ca. 1 Wochen später, als der erste Schnee gefallen war fraß er sehr viel von dem Schee. Er erbrach daraufhin immer wieder sein Futter, fraß es dann aber wieder auf.

Dies ging einige Tage so weiter, bis wir uns dazu entschieden den Tierarzt aufzusuchen, um Kios erbrechen und seinen starken Gewichtsverlust überprüfen zu lassen.

 

Bei Tierarzt wurde geröngt, geschallt und Blut abgenommen. Beim röntgen wurde eine vergrößerte Milz festgestellt, welche einen großen teil des Bauchraumes einnahm.

Das Ultraschallbild zeigte zu diesem Zeitpunkt noch keine stark verdickte Magenschleimhaut, da die Milz alles überdeckte. Aufgrund des gefressenen Schnees und dem Erbrechen nach der Nahrungsaufnahme schloss unsere Tierärztin auf eine Schneegastritis. Wir bekamen die Anweisung Kio daran zu hindern Schnee zu fressen und ein Schutzpräperat für den Magen.

Die Blutwerte waren ok!

Nach vier Wochen mussten wir noch einmal zur Nachkontrolle um die Milz im Auge behalten

 

In der Zwischenzeit suchten wir noch unseren Heilpraktiker auf, und er gab Kio eine Spritze und verschrieb Magentabletten von Heel: Gastricumeel, Hepeel und Pinikehl. Dies sollte er drei Mal am Tag erhalten.

Alles wurde besser!

Er fraß gut und nahm auch wieder etwas zu (ca. 69 kg) und die Milz war beim zweiten Ultraschall auch kleiner.

Dann fing das Errbrechen wieder an.

Aufgrund eines Tipps durch einer Freundin der Familie, deren Hund ähnliche Symptomatik gezeigt hatte, kamen wir auf die Idee Kio auf Helicobacter testen zu lassen.

Dieser kann das entstehen einer Magenschleimhautentzündung begünstigen und verschlimmern.

Die Stuhlprobe erwies sich als positiv.

Wir verabreichten 2 verschiedenen Antibiotika und etwas was den Magen schützen sollte.

( Amoxicillin 2 x 20 mg/kg + Metronidazol 2 x 20 mg/kg KM + Omeprazol jeweils 14 Tage lang)

Zunächst schien die Behandlung anzuschalgen, was sich jedoch mit der Läufigkeit unserer Hündinnen änderte. Obwohl wir Ihn von den Hündinnen getrennt hatten litt er. Er erbrach wieder häufiger und nahm auch wieder ab. Streß löst Magenschleimhautentzündungen aus, und die erste war ja noch nicht mal richtig ausgeheilt.

 

Unser Manni war ein Sensibelchen!

 

Was wir heute wissen damals aber nicht: Helicobacter greift die Magenwände an, wenn eine Magenschleimhautentzündung vorliegt verursacht er auch Tumore an den Magenwänden.

Anfang Juni stellte sich Fieber ein und das Blut was wir öfter haben testen lassen und was immer in Ordnung war, zeigte jetzt einen hohen Entzündungswert an.

Wir machten in der Klinik bei einer befreundeten Ärztin einen Termin zur Magenspiegelung. Die wurde nicht gemacht, weil der Hund Fieber hatte, es wurde geschallt. Die Magenwände waren auf 3cm angewachsen was schon für einen Tumor spricht. Er bekam Kortison und einen weiteren Schutz für die Magenschleimhaut. Es wurde auch noch ein großer Lymphknoten endeckt.

Auch mit Kortison und Fiebersenker und Entzündungshemmer Novalgin ging das Fieber nicht weg. Er nahm nicht mehr ab, wurde aber immer schwächer. Wir kämpften mit allen Mitteln, sei es Vitamine, Homöopathie und alles was wir gelesen hatten und uns empfohlen wurde.

Er fraß zwar wie ein (sorry) Scheunendrescher!

Alle 2 bis 3 Stunden fuhr ich nach Hause und er bekam Fleisch, Reis, Ziegenmilch und Gemüse. (Alles püriert) Es wurde auch immer Fieber gemessen, aber es ging nie weg. Er erbrach sich zwar nur einmal am Tag, aber das sah aus wie Kaffesatz.

Wieder in der Klinik zum zweiten Ultraschall. Alles sah besser aus, ein Teil der Magenwände war normal, nur ein Teil war noch auf 1,8 cm. Lymphknoten kleiner.

Wir hatten wieder Hoffnung, wie so oft schon. Es wurde aber nicht besser.

Also nochmal zum Heilpraktiker. Er mußte zum Auto kommen, da Kio die Treppen nicht mehr schaffte. Seine Krankheitsgeschichte kannte er ja schon zum Teil, den Rest hatten wir am Telefon abgeklärt. Als er unseren Kio sah sagte er direkt der Hund hat hohes Fieber. Ja das wußten wir ja. Er sagte auch ganz klar, wenn das Fieber nach der Spritze bis Samstag nicht runter geht, sollten wir ihn doch gehen lassen.

Am Samstag fuhren wir wieder hin, das Fieber war etwas gesunken. Es gab die nächste Spritze, wieder im Auto.

( Hoffnung bekam ich dadurch, dass ich mit anderen sprach, die auch Samstag in die Praxis kamen zur Spritze und  das gleiche hatten wie unser Männlein, und denen ging es wieder gut.)

Am Wochenende wurde der Kotabsatz weniger, obwohl er besser lief (er lebte ein letztes mal auf). Montag kein Kotabsatz.

Wir konnten sehen er hatte Schmerzen.

Fressen wie immer super, aber der Bauch wurde immer dicker.

Dienstag morgen kam mein Sohn und wir sprachen Klartext. Mit meinen Lebensgefährten und meiner Schwiegertochter hatte ich es schon abgeklärt.

Wir wollten unser Männi, unseren sanften Riesen, den bessten Welpenpapa,(egal ob die eigenen oder die von einem anderen Rüden) unseren Dreamboy nicht quälen.

Mein Sohn und ich fuhren um 10.00 Uhr nochmal zum Heilpraktiker. Telefonisch wieder alles besprochen kam er zum Auto. Letzte Chance, wenn das Fieber nach der Spritze nicht nach 3 Stunden um 1 Grad fällt lasst ihn gehen.

 

Das Fieber viel nicht!

 

Um 17.45 setzte er Kot ab, sofort nochmal Fieber messen, aber nein das Fieber blieb.

 

Schweren Herzen rief ich unsere Tierärztin an. Um 9.00 Uhr abends kam sie. Er war von seinen Lieben umgeben als er ging. Er sah aus als ob er schlief, endlich keine Schmerzen mehr !!!!!!!!!!!!!!!!!

 

Er hat uns nicht verlassen, er durfte bei uns bleiben, im Garten und in unseren Herzen, aber es tut immer noch unendlich weh.